Gut gestärkt, geht es über die Fußgängerzone in die Havenwelten. Vorbei am Deutschen Auswandererhaus, dem Klimahaus und dem Neuen Hafen mit den Traditionsschiffen, seht Ihr auf der Deichkrone schon den Zoo am Meer. Die zackige Außenfassade spiegelt den natürlichen Lebensraum der Nordseetiere, beispielsweise der Eisbären, wider. Und in der glatt geschliffenen Steinfassade spiegelt sich das Wasser des Neuen Hafens. Auch das ist so gewollt, denn die meisten der Tiere im Zoo am Meer leben, wie der Name schon sagt, im Wasser. Aber auch die Architektur im Inneren ist bewusst gewählt und lässt die Barrieren zwischen Mensch und Tier (fast) verschwinden. Bodentiefe Fenster ermöglichen Euch, auch den kleinsten Besuchenden oder Menschen im Rollstuhl sitzend einen ungehinderten Blick auf die Tiere (und auch den Tieren auf die Besuchenden!).
Im Zoo am Meer müsst Ihr auch nicht traurig sein, wenn die Eisbären, Robben und Pinguine abtauchen. Auch eine Etage tiefer lassen sich die Tiere unter Wasser durch die riesigen Glasscheiben in ihrem nassen Element bestaunen. Dabei kommt es oft vor, dass die Tiere auch zu Euch Kontakt aufnehmen Euch ganz nah durch die Scheiben neugierig beobachten. Erstaunlich ist auch, wie manche Tiere, die an Land tollpatschig wirken, unter Wasser zu blitzschnellen Schwimmern werden, wie beispielsweise die Pinguine, die pfeilschnell durchs Wasser gleiten. Äußerst neugierig sind auch die Basstölpel. Ständig stecken sie ihren Kopf unter Wasser, um Euch vor den Scheiben zu betrachten. Die großen Vögel sehen dabei zu putzig aus.
Und auch der Eisbär mag dagegen etwas behäbig wirken, aber lasst Euch nicht täuschen. So faul, wie er wirken mag, so schnell ist er auf der Jagd und ebenso geschickt m Wasser.
In den Wasserbecken des Nordsee-Aquariums könnt Ihr auf Entdeckungsreise gehen. Manche Meeresbewohner sind ziemlich klein und lassen sich nur durch aufmerksames Beobachten entdecken. Auch könnt Ihr hier Fische beobachten, die Ihr ansonsten mehr von den Speisenkarten vieler Restaurants kennt, wie z. B. Scholle, Seezunge, Limandes und Hummer.
Ihr kennt Hummer wahrscheinlich mit orangerotem Panzer und appetitlich auf einem Teller angerichtet. Aber der Helgoländer Hummer, der hier im Nordsee-Aquarium sein Zuhause hat, ist blau. Mit seiner rechten, imposanten Schere verteidigt er sein Revier und mit der linken frisst er seine Nahrung, die er nachts jagt.