Bgm.-Smidt-Gedächtniskirche

Kirche
Die Bgm.-Smidt-Gedächtniskirche - liebevoll auch Große Kirche genannt - ist die einzige Kirche Deutschlands, die einem weltlichen Bürgermeister gewidmet ist.
Die Bgm.-Smidt-Gedächtniskirche in der Fußgängerzone, im Zentrum Bremerhavens, zählt zu den bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt und ist ein beeindruckendes Beispiel neugotischer Backsteinarchitektur. Eine Kirche war im Gründungs-Stadtplan von 1827 zunächst nicht vorgesehen, erst 1842 wurde ihr Bau beschlossen. Allerdings scheiterte der erste Bauversuch von 1846 an dem weichen Marschenboden. 1853 wurden nach den Plänen von Simon Loschen, der auch den Simon-Loschen-Leuchtturm entworfen hatte, 552 Pfähle in den Boden gerammt, um darauf die dreischiffige Hallenkirche mit Apsis und Westturm zu errichten. Der Bau wurde in rotem Backstein gehalten und mit farbig glasierten Klinkern dekoriert, die Seitenfronten erhielten gotische Spitzbögen. Der Kirchenbau zeigt viele mittelalterliche Formdetails, ist jedoch nach klassizistischen Prinzipien gestaltet.

1855 fand die feierliche Einweihung durch Bürgermeister Smidt statt. Die Fertigstellung des 86 m hohen Turms mit der abschließenden Kreuzblume gelang erst 1970. Die Gestaltung des Apsis lässt das große Talent des Baumeisters Loschen erkennen, der in den Giebeln und Brüstungen des Chors alle Möglichkeiten ausgespielt hat.

Im Inneren beeindruckt die Kirche durch ihre klare Architektur und die stimmungsvolle Atmosphäre, die von Licht und Raum gleichermaßen getragen wird. Die großen Fenster lassen den Innenraum in bunten Farben erstrahlen und verleihen ihm eine feierliche, zugleich aber wohltuend schlichte Anmutung.

Die Bgm.-Smidt-Gedächtniskirche steht symbolisch für den Geist Bremerhavens – maritim, weltoffen und traditionsbewusst – und ist damit ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für alle, die die Stadt in ihrer ganzen Tiefe kennenlernen möchten.

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