Schweine sind Proteinquelle, Sympathieträger, Kulturgut und wichtige Bestandteile von Ökosystemen. Doch einige Schweinearten sind inzwischen massiv bedroht. Warum das so ist und was Wissenschaft und Zoos dagegen unternehmen, erklärt Dr. Jörg Beckmann vom Zoo am Meer am Donnerstag, 22. Oktober, bei „Science goes Public“ im „Café de Fiets“ in der „Alten Bürger“.
Der Vortrag des neuen Zoodirektors trägt den augenzwinkernden Titel „Für echte Schweine interessiert sich doch keine Sau!“. Dahinter verbirgt sich ein ernstes Thema: die Afrikanische Schweinepest. Die Viruserkrankung wurde durch den Menschen verschleppt und hat sich zu einer „Pandemie der Schweine“ entwickelt. Besonders dramatisch ist die Situation in Südostasien. Dort drohen laut Beckmann zwei Drittel aller Schweinearten der Welt durch die Krankheit auszusterben.
Zoos, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen arbeiten deshalb gemeinsam und unter hohem Zeitdruck daran, bedrohte Arten zu schützen. Welche Maßnahmen dabei zum Einsatz kommen und warum Schweine eine größere Bedeutung für Ökosysteme haben, als viele vermuten dürften, zeigt Dr. Jörg Beckmann an diesem Abend. Wie immer bei „Science goes Public“ gilt: Der Vortrag soll nicht länger als 30 Minuten dauern, der Eintritt ist frei. Los geht’s um 20.30 Uhr.
„Science goes Public“ bringt Wissenschaft bewusst aus Forschungseinrichtungen und Hörsälen heraus und mitten in die Stadt. Die Reihe läuft bis Ende November und endet mit einem Science Slam.
Auf einen Blick
Science goes Public
Donnerstag, 22. Oktober, 20.30 Uhr
Café de Fiets, „Alte Bürger“ 155
Eintritt frei
1595 Zeichen
Bildunterschrift:
Sein wissenschaftliches Thema ist die Schweinepest: Dr. Jörg Beckmann, Direktor im Zoo am Meer. Foto: Zoo am Meer
