• Skulptur
Als würde sie vom Wind über die Stadt getragen: Die "Windsbraut" von Gerhard Olbrich schwebt hoch über dem Bürgermeister-Martin-Donandt-Platz. Die ungewöhnliche Skulptur greift ein Motiv auf, das zu Bremerhaven und seiner Lage an der Küste kaum besser passen könnte.

Hoch über den Köpfen der Passantinnen und Passanten scheint die "Windsbraut" durch die Luft zu fliegen. Die Freiplastik des Künstlers Gerhard Olbrich (1927–2010) wurde 1978 geschaffen und steht auf dem Bürgermeister-Martin-Donandt-Platz in Bremerhaven-Mitte.

Die auf einer hohen Stange platzierte weibliche Figur nimmt Bezug auf die sagenhafte Windsbraut. Der Begriff bezeichnet eine dämonische, weiblich gedachte Verkörperung des Windes oder Sturms. Olbrich setzt diese Vorstellung als dynamische, scheinbar vom Wind erfasste Gestalt um.

Durch ihre erhöhte Position wirkt die Figur besonders leicht und bewegt. Je nach Blickwinkel scheint sie über dem Platz zu schweben oder sich dem Wind entgegenzustemmen. Damit verbindet die "Windsbraut" Kunst im öffentlichen Raum mit einem Element, das Bremerhaven seit jeher prägt: dem Wind von der Küste.