Lebensretter auf Nord- und Ostsee
… ein maritimer Zeitzeuge mit bewegender Geschichte
Seenotrettungskreuzer
… ein maritimer Zeitzeuge mit bewegender Geschichte
Fast 33 Jahre lang war der Seenotrettungskreuzer "Hans Lüken" im Einsatz, um Menschen aus Seenot zu retten. Heute erinnert das 1969 gebaute Rettungsschiff in der Außenanlage des Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven an den Mut, die Einsatzbereitschaft und die wichtige Arbeit der Seenotretter. Mit ihrem Tochterboot "Abelius" ist die "Hans Lüken" ein eindrucksvolles Zeugnis der deutschen Seenotrettungsgeschichte.
Die knapp 19 Meter lange "Hans Lüken" wurde 1969 auf der Schweers-Werft in Bardenfleth gebaut und am 23. September desselben Jahres in Dienst gestellt. Sie gehörte zur Flotte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und war zunächst in Wilhelmshaven stationiert. Später folgten Einsätze auf Langeoog, der Ostseeinsel Greifswalder Oie und in Büsum. Von 1997 bis zu ihrer Außerdienststellung im Juli 2002 diente sie als Reservekreuzer und sprang ein, wenn andere Rettungseinheiten beispielsweise wegen eines Werftaufenthalts nicht zur Verfügung standen.
Ein Rettungsschiff mit besonderer Technik
Mit einer Maschinenleistung von 830 PS erreichte die "Hans Lüken" eine Höchstgeschwindigkeit von rund 33 Kilometern pro Stunde beziehungsweise 18 Knoten. Zur vierköpfigen Besatzung gehörte auch die Bedienung des Tochterbootes "Abelius", das in einer speziellen Heckwanne mitgeführt wurde. Das rund 5,50 Meter lange Boot ermöglichte zusätzliche Einsätze in Situationen, in denen ein kleineres, wendigeres Fahrzeug benötigt wurde.
Ein Name, der an mutige Seenotretter erinnert
Hinter dem Namen des Kreuzers verbirgt sich eine tragische Geschichte. Hans Lüken war Vormann des Motorrettungsbootes "Hindenburg", das am 28. November 1940 von einem Rettungseinsatz vor Borkum nicht zurückkehrte. Alle sechs Besatzungsmitglieder verloren dabei ihr Leben. Unter ihnen befand sich auch der Zweite Vormann Abelius Meyenburg, nach dem das Tochterboot benannt wurde. Mit diesen Namen hält der Seenotrettungskreuzer die Erinnerung an die verunglückten Rettungsmänner wach.
Vom Rettungseinsatz zum Museumsstück
Seit Oktober 2002 gehört die "Hans Lüken" zur Museumsflotte des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven. Im Zuge der Sanierung des Museumsgebäudes wurde der rund 35 Tonnen schwere Kreuzer 2023 mithilfe eines Krans an einen neuen Standort an Land versetzt. Gemeinsam mit ihrem Tochterboot "Abelius" vermittelt sie heute ein eindrucksvolles Bild der Seenotrettung vergangener Jahrzehnte.
Entdeckt die "Hans Lüken" am Deutschen Schifffahrtsmuseum.
Baujahr
Meter Länge
Meter Breite
Meter Tiefgang leer
Hauptmotor
PS
Knoten
Mann Besatzung