Turmdrehkran der Rickmerswerft (Werft-Kran)

Denkmal
Technisches Denkmal
Der Rickmers Werft-Kran - ein Zeitzeuge
Der Rickmers Werft-Kran in Bremerhaven ist ein eindrucksvolles technisches Denkmal und ein Symbol für die maritime Geschichte der Stadt. Mächtig erhebt sich der Stahlgigant an der Geeste und zeugt von der Zeit, als hier noch Schiffe von imposanter Größe gebaut, repariert und ausgerüstet wurden.

Einst Teil der traditionsreichen Rickmers-Werft, erinnert der Kran an die Blütezeit des Schiffbaus, als Ingenieurskunst und Handwerk eng miteinander verbunden waren. Heute ist der ehemalige Werft-Kran ein beliebter Blickfang – ein Wahrzeichen, das die industrielle Vergangenheit Bremerhavens mit der Moderne verbindet. Sein charakteristisches Profil prägt die Silhouette des Stadtbilds und steht sinnbildlich für die Kraft, den Mut und den Fortschrittsgeist der Menschen, die hier arbeiteten.

Ein Spaziergang entlang der Geeste bietet beste Gelegenheiten, den imposanten Kran aus verschiedenen Perspektiven zu erleben. Besonders bei Abendlicht entfaltet die Stahlkonstruktion ihre ganze Wirkung – ein beeindruckendes Zeugnis technischer Ingenieurskunst und stiller Zeitzeuge einer Epoche, in der Bremerhaven als einer der bedeutendsten Werftstandorte Norddeutschlands galt. Der Rickmers Werft-Kran ist mehr als nur ein technisches Bauwerk – er erzählt Geschichte, bewahrt Erinnerung und fasziniert als monumentales Stück Industriekultur, das Tradition und maritimen Charakter auf eindrucksvolle Weise vereint.

Ob im Museumshafen, an der Geeste oder am Neuen Hafen – die historischen Kräne Bremerhavens sind eindrucksvolle Zeugnisse der Industrie- und Hafengeschichte. Jeder einzelne Kran steht für eine eigene Epoche der Hafenentwicklung und erzählt von Stückgut, Werften, Fischerei und Güterumschlag. Zwischen moderner Architektur, Wasserflächen und maritimen Erlebniswelten bilden sie faszinierende Kontraste und machen Bremerhavens Vergangenheit bis heute sichtbar. Die erhaltenen Hafenkräne verbinden Technikgeschichte, Industriekultur und maritime Identität auf einzigartige Weise und zählen zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Seestadt.

Vier Kräne – vier Geschichten

Halbportalkran (1925): Gebaut in Bremerhaven, war der Kran wie Dutzende baugleiche bis 1977 im Einsatz. Heute steht er als Wahrzeichen und letzter seiner Art in der Stadt im Museumshafen und erinnert an die Blütezeit der Stückgutverladung.

Dampf-Rangier-Kran (1939): Ein seltenes Exemplar mit Dampfantrieb und 360-Grad-Drehung. Ursprünglich auf einer Yachtwerft genutzt, gehört er heute zu den Exponaten des Deutschen Schifffahrtsmuseums.

Kiesverladekran (1959): Am Nordende des Neuen Hafens zeugt der „Grube-Kran“ von der Industriegeschichte des Areals. Der Kran hat 50 Jahre lang dort Sand und Kies umgeschlagen und war bis 2009 in Betrieb.

Werftkran (1956): Der Drehkran der einst renommierten Rickmers Werft konnte Lasten bis zu 20 Tonnen heben und steht noch immer am Geesteufer als Symbol für Bremerhavens große Werfttradition. Weil die Kaje marode ist, soll der Kran bald gedreht und auf ein neues Fundament gesetzt werden.


Gut zu wissen

Sonstige Ausstattung/Einrichtung

  • Barrierefreier Zugang

Unsere Empfehlung

Ein blauer Halbportalkran am sonnigen Museumshafen überspannt den gepflasterten Weg.
Roter Kiesverladekran am Alten Hafen in Bremerhaven vor modernen Gebäuden.
Rote Boje und historischer Dampf-Rangier-Kran am Kai des Schifffahrtsmuseums.

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