Die Tourist-Info im Schaufenster Bremerhaven ist am Sonntag, 4. Januar, zum letzten Mal geöffnet. Das teilt die Erlebnis Bremerhaven GmbH mit. Geschäftsführer Michael Gerber: „Angesichts der finanziellen Rahmenbedingungen müssen wir die Tourist-Info leider dauerhaft schließen.“ Der Mietvertrag gegenüber der Fischereihafen-Betriebsgesellschaft (FBG) ist bereits gekündigt. Gerber weiter: „Wir hoffen aber, dass künftig im Forum Fischbahnhof ein Infopoint Besucher mit Informationen versorgt.“ Darüber führe er mit der FBG Gespräche.
Kommunales Unternehmen wird neu strukturiert
Notwendig wird die Schließung, weil der kommunale Betriebskostenzuschuss für die Erlebnis Bremerhaven seit Jahren die Tarifsteigerungen nicht berücksichtige und nicht erhöht wurde. „Das hat zur Folge, dass wir sparen müssen.“ Dazu gehöre auch, die kommunale Gesellschaft für Touristik, Marketing und Veranstaltungen neu zu strukturieren. Mit dem Betriebsrat wird weiterhin über einen Interessenausgleich und Sozialplan verhandelt. Es geht um insgesamt 25 Beschäftigte im Unternehmen. Auslaufende Verträge werden nicht verlängert, auch betriebsbedingte Kündigungen seien nicht zu vermeiden, so Gerber. Betroffen sind insbesondere geringfügig Beschäftigte, aber auch Vollzeitstellen.
Alle Veranstaltungen finden wie geplant statt
Trotz der Sparzwänge betont Gerber, dass die für 2026 geplanten Veranstaltungen im Schaufenster Fischereihafen sicher seien. Die Bedeutung des Schaufensters Fischereihafen sowohl touristisch als auch für die Bevölkerung von Bremerhaven und dem niedersächsischen Umland stellt niemand infrage, so Gerber. Am Sonntag wird traditionell „Prosit Neujahr“ begangen mit Berlinern und Sekt, den Sternensängern und Salutschüssen zum Start in das Jahr 2026. Gleichzeitig veranstaltet Bohmsiel den ersten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres.
Insgesamt besuchen das Schaufenster Fischereihafen mit seinen Geschäften, Restaurants und Veranstaltungen jedes Jahr rund zwei Millionen Menschen aus Nah und Fern.
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