Bewegte Vergangenheit
… kraftvoll in die Zukunft
… kraftvoll in die Zukunft
Zum Stadtjubiläum 200 Jahre Seestadt Bremerhaven verbinden wir unsere Vergangenheit mit der Gegenwart und gestalten gemeinsam die Zukunft. Mit vielfältigen Projekten feiern wir die Geschichte, die Identität und die Menschen, die Bremerhaven prägen.
Bremerhaven ist jung und gleichzeitig voller Geschichte. Gegründet 1827 als Hafen der Hansestadt Bremen, entwickelte sich die Stadt schnell zu einem Tor zur Welt – für Handel, Schiffbau und Millionen von Auswandernden. Heute steht Bremerhaven für Innovation, Klimaforschung und maritime Wirtschaft.
Erste Besiedlung im Gebiet des heutigen Bremerhavens (Weddewarden).
Erste urkundliche Erwähnungen der Dörfer Weddewarden, Geestendorf und Wulsdorf.
Lehe wird als Marktort mit Amtsrechten erwähnt. Der Kupferstich von Wilhelm Dilich aus dem Jahr 1603 zeigt die älteste Ansicht des Fleckens Lehe.
Bau der schwedischen Festung Carlsburg: ein früher, gescheiterter Versuch einer Hafenstadt. Die Anlage war oval, etwa 760 mal 480 Meter groß, mit zehn Bastionen, zwei vorgelagerten trapezförmigen Redouten und schachbrettartigen Straßen.
Gründung Bremerhavens durch die Freie Hansestadt Bremen unter Bürgermeister Johann Smidt. Die Karte von 1826 zeigt die hannoverschen Gebietsabtretungen an Bremen, die durch den Vertrag vom 11. Januar 1827 vollzogen wurden.
Die Ansichtskarte zum 100-jährigen Stadtjubiläum zeigt ein Portrait von Bürgermeister Johann Smidt, dem Gründer von Bremerhaven.
Der Stahlstich nach der Vorlage des Hamburger Malers Johann Heinrich Sander zeigt Bremerhaven im Jahr 1845.
Gründung des hannoverschen Konkurrenzhafens Geestemünde mit moderner Dock und Eisenbahninfrastruktur. An der südlichen Geestekaje siedelten sich ab den 1860ern Fischgroßhändler an, aus dem kleinen Anlandeplatz entstand ein bedeutender Fischereihafen.
Das österreichisch-ungarische Polarforschungsschiff ADMIRAL TEGETTHOFF liegt zur Ausrüstung an der Kaje im Hauptkanal. Rechts auf dem Bild sind große Speichergebäude mit Eisenbahnanschluss am Handelshafen erkennen.
Friedrich Busse (1835–1898), innovativer Fischgroßhändler und Reeder, gründete 1868 in Geestemünde eine Fischgroßhandlung. Er modernisierte den Fischfang nach englischem Vorbild und ließ 1884 den ersten deutschen Fischdampfer bauen.
Bau des ersten Fischereihafens, Beginn der Hochseefischerei als Wirtschaftszweig.Die Ansichtskarte zeigt den Blick auf den Fischereihafen I mit Fischdampfern am Kai.
Vereinigung Lehes und Geestemündes zu Wesermünde.Die Karte zeigt die Umschließung des bremischen Bremerhaven durch das preußische Wesermünde im Jahr 1927.
Eingliederung Bremerhavens in das preußische Wesermünde.
Zerstörung großer Teile der Stadt im Zweiten Weltkrieg. Über 200 britische Bomber flogen am 18. September 1944 auf Wesermünde einen Luftangriff, der Wesermünde-Mitte zu über 90 Prozent zerstörte.
Bremerhaven wird Teil der amerikanischen Besatzungszone.
Gründung des Landes Bremen unter Einbeziehung Wesermündes. Oberbürgermeister Gerhard van Heukelum beim Staatsakt zur Eingliederung der Stadt Wesermünde in das Land Bremen am 7. Februar 1947 in der Aula der heutigen Wilhelm-Raabe-Schule.
Die D-Mark wird per Schiff aus den USA nach Bremerhaven transportiert und als neue Währung in Deutschland eingeführt. In mehreren Etappen wurden rund sechs Milliarden D-Mark über den Atlantik gebracht.
Seit Mitte der 1950er Jahre gewann der Autoumschlag an Bedeutung. 1964 eröffnete die Autoumschlaganlage im Nordhafen. Autozüge brachten PKW von VW, Porsche und Mercedes-Benz direkt an die Kaje, wo sie für den Export bereitstanden.
Die durchsetzungsstarke Stimme von Chefauktionator Friedrich Brandt, überregional bekannt, übertönte alles. In Halle X liefen mindestens drei Versteigerungen parallel, die Kanzeln standen nah zusammen. Das Foto zeigt die gespannte Atmosphäre der Auktion.
Hafen, Schiffbau u. Fischerei trieben den Wiederaufbau an. In den 1950ern arbeiteten die Werftbeschäftigten d. Norddeutschen Lloyd vor allem an Reparaturen u. Umbauten älterer Schiffe. Das Foto zeigt das schwedische Frachtschiff "DALSBERG" im Schwimmdock.
Elvis Presley trifft in Bremerhaven ein, um in Deutschland seinen Militärdienst bei der US-Army anzutreten. Bremerhaven wird zum wichtigsten Nachschubhafen der USA während des Kalten Krieges.
Strukturwandel und neue Wirtschaftsfelder prägten die Zeit. Das Foto zeigt 1981 den Museumshafen im Alten Hafen neben dem Deutschen Schiffahrtsmuseum, am rechten Rand ist die Baustelle des Columbus-Centers zu sehen.
In den frühen 1970ern entwickelten Bremen u. Bremerhaven ein gemeinsames Werbelogo. Unter d. Titel "Seestadt Bremerhaven" erschienen Werbegeschenke u. Verkaufsartikel wie Regenschirme u. Brillen mit Scheibenwischer, präsentiert vor dem Loschen-Leuchtturm.
Am 19.09.1983 begann der Bau für die Hochschule Bremerhaven auf dem Gelände des früheren Auswandererhauses nach Plänen von Architekt Gottfried Böhm. Am 16.10.1985 folgte der Einzug. Die 1975 gegründete Fachhochschule wuchs rasch und benötigte mehr Raum.
Im März 1986 konnte der Neubau des Alfred-Wegener-Instituts für Polarforschung und Meeresforschung bezogen werden. Vom Radarturm aus lässt sich erkennen, wie die Bugform dem Grundstücksverlauf angepasst wurde.
Wissenschafts- und Technologiestandort mit Fokus auf Klimaforschung, Offshore-Technik, Lebensmittelwirtschaft und Tourismus. Im Jahr 2005 wurden Bremen und Bremerhaven gemeinsam zur Stadt der Wissenschaft gekührt.
Die SAiL erwies sich einmal mehr als der Publikumsmagnet: Nachdem sie im Jahr 2020 wegen der Pandemie ausfallen musste, strömten mehr als 1,3 Mio. Besucher nach Bremerhaven und schon jetzt starten die Vorbereitungen für die Sail 2030.
Mehr zur Stadtgeschichte im Historischen Museum Bremerhaven.