Paul Ernst Wilke Haus
Das Paul Ernst Wilke Haus, oft auch Wilke-Atelier genannt, war einst das Sommeratelier des Bremerhavener Malers Paul Ernst Wilke (1894 – 1971), der als einer der bedeutendsten Landschafts- und Marinemaler seiner Zeit gilt und die norddeutsche Natur in impressionistischer Manier festhielt.
Nach dem Tod Wilkes drohte das kleine Atelierhaus dem Vergessen, doch engagierte Künstlerinnen und Fördernde gründeten den Freundeskreis Paul Ernst Wilke e. V.und restaurierten das Gebäude liebevoll. Seit Juli 1986 wird es als Wohn- und Arbeitsraum an wechselnde Gastkünstlerinnen vergeben, die hier jeweils mehrere Wochen arbeiten und leben können.
Im hellen Arbeitsraum, umgeben von historischen Holzdielen und dem typischen Licht einer Hafenstadt, finden Malerinnen, Bildhauerinnen, Fotografinnen, Musikerinnen und Schriftsteller*innen Raum für kreative Prozesse. Am Ende ihres Aufenthalts präsentieren sie ihre Arbeiten der Öffentlichkeit – bei Ausstellungen, Lesungen oder Konzerten –, die Einblicke in vielfältige künstlerische Perspektiven geben und den Austausch mit Bremerhavener Publikum ermöglichen.
Die besondere Lage des Paul Ernst Wilke Hauses macht den Besuch zu einem Erlebnis: Direkt vor dem Deich, zwischen Lotsenhaus und Radarturm, habt Ihr einen atemberaubenden Blick auf die Geestemündung, den Alten Hafen und die Weser. Die Atmosphäre der Hafenstadt mit ihrem Licht, dem wechselnden Wetter und dem unablässigen Spiel von Wasser und Wind prägt nicht nur die Kunstschaffenden im Atelier, sondern inspiriert auch Besucher*innen.
Heute steht das Paul Ernst Wilke Haus unter Denkmalschutz und ist eine feste kulturelle Adresse in Bremerhaven. Es ist ein Ort der künstlerischen Begegnung, der Reflexion und der kreativen Auseinandersetzung – ein verborgenes Kleinod, das kulturellen Dialog und künstlerische Vielfalt sichtbar macht.
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