Forschung gehört in Bremerhaven nicht hinter verschlossene Türen, sondern mitten ins Leben. Genau dafür steht die Veranstaltungsreihe „Science goes Public“, die im März und April erneut Wissenschaft dorthin bringt, wo Menschen sich begegnen, austauschen und diskutieren. In Kneipen und Cafés der Bremerhavener Innenstadt geben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an sechs Abenden verständliche, überraschende und alltagsnahe Einblicke in ihre Arbeit.
„Science goes public!“ wurde von Bremerhaven und Bremen im Rahmen der Auszeichnung als "Stadt der Wissenschaft" ins Leben gerufen. Zweimal im Jahr ist die Vortragsreihe fester Bestandteil des Bremerhavener Stadtlebens. Was als mutiges Experiment begann, hat sich zu einem Erfolgsformat entwickelt. „Dass ,Science goes Public‘ seit mehr als einem Jahrzehnt so gut funktioniert, zeigt, wie stark Wissenschaft in unserer Stadt verankert ist“, sagt Laura Schumacher, bei der Erlebnis Bremerhaven GmbH Projektverantwortliche der Reihe. „Die Menschen sind neugierig auf die Themen und auf die Köpfe dahinter – und genau diesen Austausch wollen wir immer wieder neu ermöglichen.“
Sechs Vorträge, keiner länger als 30 Minuten: Vom 12. März an stehen immer donnerstags spannende Themen auf dem Programm - von Energiefragen über Meeres- und Klimaforschung bis hin zu Geschichte und Stadtgesellschaft. Los geht es immer um 20.30 Uhr. Dann werden in entspannter Atmosphäre komplexe Themen humorvoll und verständlich vermittelt und das Publikum zur Diskussion eingeladen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
Das Programm:
12. März: Im „Kapovaz“ in der „Alten Bürger“ spricht Prof. Dr. Nils Meyer-Larsen (Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik) über den Aufbau eines sogenannten Hydrogen Valleys im Land Bremen und die Rolle von grünem Wasserstoff für die Energiewende.
19. März: Der „Meerwasser-Sommelier“ Dr. Walter Geibert (Alfred-Wegener-Institut) nimmt das Publikum im „Kralli“ in der Lloydstraße mit auf eine Reise durch die faszinierende Zusammensetzung und Vielfalt des Meerwassers.
26. März, „Das Rüssel“ („Alte Bürger“): Maja Dreyer vom Historischen Museum Bremerhaven zeigt, wie eine Stadtgesellschaft aktiv an Erinnerungskultur beteiligt werden kann – mit Blick auf das 200-jährige Stadtjubiläum 2027.
2. April: Dr. Daniela Jansen (Alfred-Wegener-Institut) erklärt im „Mojo Coffee“, was hinter der vergänglichen Schönheit von Eis und Schneeflocken steckt. Für sie ist es „Glitzer und Glamour“.
9. April: Dr. Julia Kahleyß vom Stadtarchiv Bremerhaven gibt im „Findus“ in der „Alten Bürger“ Einblicke in 100 Jahre Archivarbeit und zeigt, woher unser Wissen über die Stadt eigentlich stammt.
16. April: Im „Quartier 159“ stellt AWI-Forscherin Dr. Jennifer Dannheim zum Abschluss der Reihe das Arktis-Langzeitobservatorium „Hausgarten“ vor und erzählt vom Forschungsalltag an Bord der „Polarstern“.
Reihe findet parallel auch in der Stadt Bremen statt
„Science goes Public“ findet bis Mitte April auch in Bremer Lokalen statt. Traditionell wird die Reihe in beiden Städten im Herbst fortgesetzt. Den Abschluss bildet erneut ein Science Slam, bei dem Wissenschaft unterhaltsam, pointiert und verständlich auf die Bühne gebracht wird. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Weitere Informationen zur Reihe in Bremerhaven und Bremen sind online erhältlich: www.bremerhaven-erleben.de/sgp .
Veranstalter von „Science goes public“ sind die Erlebnis Bremerhaven GmbH im Auftrag der „Pier der Wissenschaft“ und die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH für die Hansestadt Bremen.
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Bildunterschrift:
Es geht wieder los: In sechs Vorträgen in Kneipen berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über ihre Arbeit. Foto: Kühl_Erlebnis Bremerhaven
