Minarett

Leuchtturm
Im Jahr 1893 wurde an der Südseite der Einfahrt zum Neuen Hafen ein 22,40 Meter hoher Leuchtturm in Stahlskelettbauweise errichtet. Er diente als Unterfeuer und ergänzte den bereits 1854 von Simon Loschen erbauten Alten Leuchtturm. Wegen seiner schlichten, sich kurvenförmig nach oben verjüngenden Form handelte sich dieses auffällige wie schlichte Bauwerk alsbald den volkstümlichen Namen „Minarett“ ein. Für den Entwurf zeichnete der Bremerhavener Hafenbaudirektor Rudolf Rudloff (1851-1922) verantwortlich, der sieben Jahre später, an der Einfahrt zur Kaiserschleuse in einem völlig andersartigen, historistischen Stil den so genannten „Pingelturm“ erbaute.
Das Leuchtfeuer im „Minarett“ wurde in Höhe der Balustrade (10,35 Meter über dem Erdboden) angeordnet. Zunächst mit Petroleum und nachfolgend mit Gas befeuert, wurde der Turm 1925 elektrifiziert und bereits 1942 automatisiert. Im November 1992 erfolgte eine Verlegung um 56 Meter in südwestlicher Richtung hin zum Zentrum der neuen Seebäderkaje. Das mittlerweile unter Denkmalschutz stehende Objekt hat seine Funktion als Leuchtfeuer beibehalten.

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Das Bauwerk ist nur von außen zu betrachten.

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